PSYCHOTHERAPIE FÜR ERWACHSENE

WARUM ENTSCHEIDET MAN SICH FÜR EINE PSYCHOTHERAPIE?

Viele Menschen suchen psychotherapeutische Unterstützung aus ganz unterschiedlichen Gründen. Oft merken wir irgendwann, dass etwas nicht mehr rund läuft – dass wir feststecken, uns ausgelaugt fühlen oder uns ein Teil unseres Lebens nicht mehr guttut. Dann entsteht der Wunsch nach Veränderung, nach mehr Leichtigkeit, Klarheit oder einfach danach, wieder freier atmen zu können. Manchmal spüren wir sehr deutlich: So wie bisher geht es nicht weiter.

Es gibt aber auch Situationen oder Krisen, die uns plötzlich überrollen – oder sich über längere Zeit still anstauen. Das Leben fordert uns heraus, oft genau dort, wo wir uns ohnehin schon verletzlich fühlen. In solchen Momenten braucht es Mut, Unterstützung anzunehmen. Psychotherapie kann dann ein Ort sein, an dem Sie nicht alleine durchgehen müssen. Gerade in belastenden Situationen kann es hilfreich sein, innere Bilder und Gefühle nicht alleine tragen zu müssen.

Es gibt aber auch Zeiten, in denen wir uns selbst einfach besser verstehen möchten. Wir wollen wissen, warum wir so reagieren, wie wir reagieren, was wir brauchen – und was uns fehlt. Sich dafür Zeit zu nehmen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Schritt in Richtung Selbstfürsorge und innerer Stabilität.

Und manchmal wünschen wir uns einfach jemanden, der wirklich zuhört – ohne zu bewerten, ohne Ratschläge aufzudrängen. Einen Ort, an dem wir ehrlich sein dürfen, auch mit den Seiten von uns, die wir sonst vielleicht verstecken. In der Psychotherapie entsteht genau dieser geschützte Rahmen: ein Raum, in dem Sie gesehen und verstanden werden können.

Als Psychotherapeut*in nehme ich mir Zeit, Ihr persönliches Erleben kennenzulernen und zu verstehen, was Sie gerade bewegt. Wir schauen gemeinsam auf das, was sich schwer anfühlt, aber auch auf das, was Ihnen Kraft gibt. Es geht darum, die Bedeutung Ihrer Erfahrungen ernst zu nehmen – und Wege zu finden, wie Sie in Ihrem Leben wieder mehr Halt, Orientierung und Entlastung spüren können.

  • INTEGRATIVE GESTALTTHERAPIE

    Ich arbeite auf Basis der Integrativen Gestalttherapie, einer von 23 in Österreich gesetzlich anerkannten Psychotherapiemethoden. Diese wurde maßgeblich von Fritz und Laura Perls sowie dem Sozialphilosophen Paul Goodman entwickelt. Sie verbindet auf besondere Weise Ansätze aus der Gestaltpsychologie, der Phänomenologie, der Hermeneutik, der Feld- und Beziehungstheorie (u. a. nach Martin Buber) sowie Elemente aus Psychodrama, der systemischen Therapie und der Integrativen Therapie. Die Integrative Gestalttherapie gehört zu den humanistischen Verfahren. Im Zentrum steht ein ressourcenorientiertes, ganzheitliches Menschenbild: Der Mensch wird als Einheit von Körper, Geist und Seele verstanden – verbunden mit seiner Umwelt, geprägt durch seine Geschichte und eingebettet in ein soziales Gefüge. Veränderung entsteht hier nicht durch Druck oder Zielvorgaben von außen, sondern durch echtes Verstehen und Annehmen dessen, was gerade da ist.

    Die Gestalttherapie geht davon aus, dass jeder Mensch über eigene kreative Kräfte und Bewältigungsressourcen verfügt. In Krisenzeiten oder belastenden Lebensphasen können diese Fähigkeiten jedoch verschüttet oder blockiert sein. Psychotherapie kann ein geschützter Ort sein, um wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen, alte Muster zu erkennen, innere Anteile zu integrieren und neue Wege im Leben zu entdecken. Im psychotherapeutischen Prozess lege ich den Fokus auf dem Erleben im Hier und Jetzt. Aufmerksamkeit gilt allem, was im Kontakt zwischen Ihnen und mir als Psychotherapeutin geschieht – z. B. Gefühlen, Gedanken, Sprache, Körperausdruck, Impulsen oder Stimmungen. Durch den Einsatz von kreativen Methoden oder den achtsamen Dialog können diese Phänomene sichtbar und erlebbar werden. So entsteht Raum für neue Einsichten, Selbstverständnis und Veränderung. Gemeinsam erkunden wir, wie Ihre aktuellen Erlebnisse mit früheren Erfahrungen in Verbindung stehen. Das hilft, sich selbst besser zu verstehen, festgefahrene Muster zu erkennen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Die Integrative Gestalttherapie arbeitet dabei wahrnehmungsorientiert und erlebnisaktivierend, fördert die Eigenverantwortlichkeit und Beziehungsfähigkeit und bietet einen geschützten Raum für persönliches Wachstum und Entwicklung. Durch verschiedene therapeutische Techniken wie Gespräch, Rollenspiel und kreative Medien wird der Kontakt zu sich selbst und zur Umwelt gefördert, wodurch Veränderung und Heilung ermöglicht werden. Wichtig ist dabei auch die Haltung, sich selbst achtsamer zu begegnen – mit allem, was da ist. Wenn wir lernen, unsere Gefühle und vermeintlichen Schwächen anzunehmen, kann sich echte, nachhaltige Veränderung entwickeln. Nicht indem wir anders werden wollen, sondern indem wir mehr zu dem Menschen werden, der wir schon sind. Was sich zeigt, zeigt sich aus gutem Grund. Und verdient es, gesehen zu werden.

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